Kondom an Pabst: Schluck’s runter!

März 18, 2009 · Posted in Gesellschaft 

Lieber Papst Benedikt XVI.,

hier spricht das Kondom. Ja, genau: Dieser gummierte Tyrann, der mal in gelb, mal in rot, mal etwas länger und mal mit Erbeergeschmack daherkommt. Sie nehmen mich häufig in den Mund, wenn Sie im Namen der Aufklärung Ihren Mann stehen. Ich muss vor Ihnen auf die Knie gehen. Stets ignorierte ich Ihre Anschuldigungen, für das Leid auf dieser Welt verantwortlich zu sein. Aber Sie haben Recht: Ich bin die Wurzel allen Übels. Und gerade Sie als Papst müssen natürlich am besten über mich als Kondom Bescheid wissen. Mea culpa.

Krankheiten wie AIDS oder Hepatitis habe ich mutwillig verbreitet, indem ich manche Länder gar nicht erst bereist habe. Vor allem Afrika mied ich. Dort hätte ich allerdings auch einen schweren Stand gehabt. Denn Sie, Herr Papst, haben dort die hohen Bildungsstandards für sich genutzt und eine ganze Latte von Anhängern gefunden. Die Entwicklung zeigt: Nirgendwo sonst hat Überbevölkerung so viel Positives bewirkt, in keinem anderen Erdteil gibt es weniger Probleme mit der Rentenversicherung als in Afrika.

Und so ist es nur konsequent, dass Sie, Herr Papst, auf Ihrer derzeitigen Reise durch diese blühenden Landschaften Ihre klugen weltlichen Weisheiten wiederholen. Beweisen Sie weiterhin Stehvermögen und lassen Sie sich nicht von Ihren Kritikern überrollen. Handeln Sie weiterhin so verantwortungsbewusst in Ihrer Missionarsstellung.

Küss die Hand,

Ihr kleiner Freund.

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