Twittern Twitterer Iran zur Revolution?

Juni 15, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien · 6 Comments 

Twitter ist eines von vielen Kommunikationsinstrumenten im Internet. Viele beschreiben Twitter sogar als DAS Medium der Zukunft. Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet, ob das wirklich so eintreffen wird. Ich springe allerdings auf keinen Fall auf den Zug derer auf, die Twitter bereits jetzt als gesellschaftliche Revolution bezeichnen. Revolution ist auch das richtige Stichwort für diesen Beitrag, denn die derzeitigen Demonstrationen im Iran gegen das vermeintlich gefälschte Wahlergebnis sollen via Twitter organisiert worden sein. Da denke ich doch einfach mal kritisch drüber nach.

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Blogger-Sturm im Facebook-Glas

April 27, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien · Comment 

Bei Facebook haben die Nutzer für die neuen Nutzungsbedingungen gestimmt. Die Abstimmung wurde nach zahlreichen Protesten gegen die von Facebook erarbeiteten Nutzungsbedingungen notwendig, jetzt enthalten sie Rückmeldungen von Nutzern und Experten. Doch die Abstimmung ist ernüchternd. Vor der Abstimmung wurde die Direktive ausgegeben, sie würde nur angenommen, wenn ein Drittel der Facebook-Nutzer - also ca. 60 Millionen - teilnehmen. Aber nur schlappe 0,3 Prozent stimmten weltweit ab. Das Ganze zeigt zwei Dinge: 1) Es gibt im Netz Meinungsführer, die durch ihre Kritik Trittbrettfahrer mobilisieren können, um so für einen vermeintlichen Aufstand zu sorgen. 2) Die überwältigende Mehrheit der Internetnutzer schert sich eigentlich gar nicht um diesen Aufruhr bzw. was mit ihren Daten seitens der Netzwerkbetreiber gemacht wird.

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Bad Bank - Bad Idea

April 12, 2009 · Posted in Gesellschaft, Politik · 1 Comment 

Eine Bad Bank ist laut Definition eine Abwicklungsbank zur Aufnahme von Derivaten und Zertifikaten von in Zahlungsschwierigkeiten geratener Emittenten und der Abwicklung notleidender Kredite sanierungsbedürftiger Banken. Übersetzt heißt es “schlechte Bank” oder “böse Bank”. Jetzt sollen auch in Deutschland diese gesonderten Kreditinstitute dem Bankenwesen helfen, die Finanzkrise zu bewältigen. Dabei hat doch eben diese Krise bewiesen, dass wir bereits genug schlechte Banken und böse Banker haben.

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Nach INFECT09 ist vor BarCampRuhr2

März 25, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien · Comment 

Zugegebenermaßen kommt meine Nachbetrachtung der INFECT09 in Düsseldorf mit einer Woche Verspätung. Nachdem ich die gewonnenen Erkenntnisse also lang genug hab wirken lassen, bietet sich eine Verknüpfung mit der nächsten Veranstaltung an, die ich besuchen werde: Das BarCampRuhr2. Es folgt auf die perfekt organisierte Konferenz über virales Marketing die Ad-hoc-Nicht-Konferenz aus Bloggern. Da ich nicht nur an den technologischen Trends interessiert bin, sondern auch den gesellschaftlichen Entwicklungen im und durch das Internet, beschäftige ich mich in letzter Zeit mit einer These, die ich auf der INFECT09 nicht zum ersten Mal gehört habe: Menschen, die sich nicht online vernetzen und eine virtuelle Existenz aufbauen, werden zu Außenseitern.

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Kondom an Pabst: Schluck’s runter!

März 18, 2009 · Posted in Gesellschaft · Comment 

Lieber Papst Benedikt XVI.,

hier spricht das Kondom. Ja, genau: Dieser gummierte Tyrann, der mal in gelb, mal in rot, mal etwas länger und mal mit Erbeergeschmack daherkommt. Sie nehmen mich häufig in den Mund, wenn Sie im Namen der Aufklärung Ihren Mann stehen. Ich muss vor Ihnen auf die Knie gehen. Stets ignorierte ich Ihre Anschuldigungen, für das Leid auf dieser Welt verantwortlich zu sein. Aber Sie haben Recht: Ich bin die Wurzel allen Übels. Und gerade Sie als Papst müssen natürlich am besten über mich als Kondom Bescheid wissen. Mea culpa.

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Amoklauf in Winnenden: Politiker und Journalisten schießen scharf

März 15, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien, Politik · Comment 

Mit einigem Abstand zum Amoklauf in Winnenden lohnt es sich, einen Blick auf Reaktionen und die öffentliche Wahrnehmung zu werfen. Während sich Politiker aller Parteien einmal mehr einen Wettkampf um die drastischste Maßnahme gegen Waffenbesitz und Killerspiele lieferten, zeigte die Berichterstattung im Internet, dass der von der Bild Zeitung protegierte Bürgerjournalist bereits Realität ist.

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Webciety auf der CeBIT ein Flop

März 9, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien · Comment 

Am vergangenen Mittwoch war ich auf der CeBIT in Hannover. 25 Prozent weniger Aussteller gegenüber dem Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache über den Erfolg der weltgrößten ITK-Messe. Trotzdem werden einige Bereiche durchaus positiv bewertet. In einem Fall zu Unrecht: Webciety. Die Webciety - als Sinnbild der Vernetzung der Gesellschaft im Internet - gab Unternehmen mit internetbasierten Diensten die Gelegenheit, sich auf der CeBIT zu präsentieren. Fünf Gründe, warum die Webciety ein Flop war.

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Solidarität nicht auf Knopfdruck

März 2, 2009 · Posted in Gesellschaft, Politik · Comment 

Die Bankenkrise hat sich auch ihren Weg in die Wirtschaft gebahnt. Wirklich? Sind die Probleme der Unternehmen, die derzeit am lautesten um Hilfe schreien, tatsächlich auf das kriselnde Umfeld zurückzuführen? Hat Opel jahrelang so tolle Autos gebaut, ohne dass es jemand gemerkt hat? Ist die Schaeffler Gruppe nur in arge Nöte geraten, weil die Finanzkrise die Nachfrage nach ihren Produkten hat sinken lassen? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Nein!

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Wahlkampf 2.0 auch in Deutschland?

Februar 26, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien, Politik · Comment 

basicthinking berichtete gestern über die Pläne des Holtzbrinck Verlags, im anstehenden Bundestagswahlkampf mit allen relevanten Parteien zu kooperieren und so die 13 Millionen Mitglieder in den StudiVZ-Portalen zu mobilisieren. Der Verfasser des Textes, Rolf Maler, führte postwendend aus, er glaube nicht daran, das die deutschen Parteien soziale Netzwerke tatsächlich zu ihren Zwecken nutzen könnten. Ähnlich sieht es Thomas Knüwer im Handelsblatt, der in seiner Analyse des US-Wahlkampfes bezweifelt, dass das Modell Obama in der Kürze der Zeit kopiert werden könnnte. Ich stimme der Einschätzung zu, die große Mehrzahl der deutschen Politiker hätten keine Strategie, um das Web 2.0 für sich zu nutzen. Aber die Mobilisierung junger Wählerschichten muss nicht notwendigerweise durch Politiker selbst ausgehen. Vielmehr bietet sich die Chance, Bewegungen gegen die Politikverdrossenheit zu gründen: Politik als User Generated Content.

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DSDS ist kein Kinderspiel

Februar 10, 2009 · Posted in Gesellschaft, Medien · 4 Comments 

Alle Jahre wieder…ist nicht nur der Beginn eines Weihnachtsliedes. Auch die  Kritik an der Casting-Show Deutschland sucht den Superstar dürfen wir jedes Jahr aufs Neue verfolgen. Diesmal hat sich Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlands, als erster Politiker zu der RTL-Sendung zu Wort gemeldet. Im Focus fragt er, ob man es weiterhin zulassen dürfe, dass dort Personen, die sich erkennbar nicht gegen die Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte wehren können, vorgeführt werden.

Natürlich sind viele Kommentare von Dieter Bohlen oder die Nachbearbeitungen mit Comic-Elementen durch die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment herabwürdigend. Aber schauen wir uns die Teilnahmebedingungen bei DSDS doch mal genau an: Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, müssen beide gesetzlichen Vertreter für dich unterschreiben (bei alleinigem Sorgerecht muss der alleinig Sorgeberechtigte unterschreiben). Es handelt sich bei den Kandidaten also um erwachsene Männer und Frauen oder Jugendliche, deren Erziehungsberechtigte ausdrücklich der Teilnahme zugestimmt haben. Das rechtfertigt keine Demütigungen, aber da mittlerweile die sechste Staffel läuft und jeder Kandidat sich über die Gepflogenheiten in fünf vorherigen Staffeln informieren konnte, muss sich jeder über die möglichen Folgen klar sein.

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Tebrikler Mesut Özil

Februar 7, 2009 · Posted in Gesellschaft · Comment 

Als großer Werder-Fan freue ich mich natürlich besonders über die Nominierung von Mesut Özil in die deutsche Nationalmannschaft. Dieser Fall ist beispielhaft für Integration in Deutschland - im positivem wie im negativen Sinn. Denn es  zeigt sich zum einen, dass junge Menschen mit türkischen Wurzeln bereit und willkommen sind, sich in Deutschland erfolgreich zu integrieren. In diesem Fall gibt es sogar ein Bekenntnis zu einem der wichtigsten deutschen Symbole - dem Adler auf der Brust. Zum anderen aber wird auf die Entscheidung Mesut Özils für die deutsche und nicht die türkische Nationalmannschaft zu spielen mit Unverständnis und sogar Beschimpfungen reagiert, vor allem von Menschen mit dem gleichen Hintergrund wie der Deutsch-Türke.

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Kaum zu Glauben

Februar 4, 2009 · Posted in Gesellschaft · Comment 

Bereits am 24.  Januar nahm Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation von vier Bischöfen zurück, darunter die des Briten Richard Williamson. Jenes Klerikalen, der den Holocaust leugnet. Die gesellschaftliche und mediale Diskussion - oder besser Aufregung - darüber begann recht schleppend, erreicht derzeit allerdings ihren Höhepunkt. Ob dies mit der späten Reaktion der Bild-Zeitung zusammenhängt oder der Aufforderung der Kanzlerin an den Papst, die Position des Vatikans zum Holocaust klarzustellen, sei hier dahingestellt.

Bevor hier der fälschliche Eindruck entsteht, dieser Artikel thematisiere die Glaubensfrage, möchte ich klar zwischen Glauben und Gläubigen sowie der Institution Kirche differenzieren. Der Glaube ist die Quelle vieler Menschen, Kraft zu schöpfen. Die Institution Kirche dagegen beansprucht die Meinungsvertretung und Führung eben dieser Gläubigen, obwohl zahlreiche von ihnen nicht (mehr) zu ihren Mitgliedern zählen und viele Mitglieder die Positionen ihres Oberhauptes nicht teilen.

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